Ludus Duodecim Scriptorum, lateinisch “Das Spiel der zwölf Zeichen”, war ein weit verbreitetes Strategie- und Glücksspiel im gesamten Römischen Reich, von den Kasernen bis zu den kaiserlichen Palästen. Beispiele, die in die Marmorböden der antiken Stadt Ephesus geätzt wurden, insbesondere auf den Stufen der Celsus-Bibliothek, dokumentieren die zentrale Rolle dieses Spiels im römischen Alltagsleben. Das Spiel besteht aus einem Spielbrett mit drei Reihen und je 12 Markierungen, auf dem mit Hilfe von drei Würfeln versucht wird, die Spielsteine in die Zielzone zu bringen.
Der Vorfahre des Backgammon
Im Laufe der Jahrhunderte führten die Vereinfachung der Regeln und der Übergang zu einem zweireihigen Format zu dem als Tabula bekannten Spiel, dem direkten Vorgänger des modernen Backgammon. Ludus Duodecim Scriptorum ist nicht nur ein Zeitvertreib, sondern auch ein in Stein gemeißeltes Zeugnis für das Streben des antiken Geistes nach mathematischer Wahrscheinlichkeit, Risikomanagement und dem ewigen Kampf gegen das Schicksal.