Basierend auf dem Porträt von Tschigorin, dem antiken Set und dem Artikel von Orhan Günsav aus dem Jahr 1999.
Diese Ausstellung zeigt ein historisches russisches Schachspiel neben einem Originalfoto des legendären russischen Schachmeisters Michail Tschigorin (1850-1908). Der begleitende Artikel von Orhan Günsav aus dem Jahr 1999, ehemaliger Oberstaatsanwalt von Istanbul und 20 Jahre lang Präsident des türkischen Schachverbands, beschreibt die dramatische Geschichte, wie dieses Schachspiel in die Türkei gelangte.
Die Geschichte des Sets: Der Artikel berichtet über den schweren emotionalen Tribut, den das Schachspiel von Tschigorin forderte, insbesondere nach einer herzzerreißenden Niederlage gegen Steinitz im Jahr 1892. In einem Moment der Verzweiflung verbrannte Tschigorin seine Schachfiguren in seinem Garten. Er rettete nur ein besonderes Set: ein Geschenk des russischen Zaren.
Die Geschichte des ausgestellten Sets geht weiter mit Selim Palavan, dem ersten Schachmeister der Türkei. Palavans Familie, Kasan-Türken, die in Russland lebten, überlebten die Revolution unversehrt. Im Jahr 1912 wurde ihnen ein historisches Foto von Tschigorin zusammen mit einem Schachspiel geschenkt, das der Zar zu seinem Gedenken in Auftrag gegeben hatte. Während des Zweiten Weltkriegs, als der Krieg Odesa erreichte, zog die Familie nach Rumänien und kam schließlich 1943 nach Istanbul, wobei sie das historische Schachspiel mitbrachte.
Jahre später entwickelte Selim Palavan eine tiefe Beziehung zu H. Sertaç Dalkıran. Er übersetzt direkt aus dem Artikel von Orhan Günsav und beschreibt, wie das Set den Besitzer wechselte:
“Wegen seines Spielstils und seiner harten Arbeit für das Schach in unserem Land sah Palavan Dalkıran als den ‘Tschigorin der Türkei’. In seinem Testament schenkte er Dalkıran das historische Schachspiel, das der Zar zum Andenken an Tschigorin hatte anfertigen lassen, zusammen mit dem alten gelben Foto”.”
Heute bewahrt Dalkıran dieses Set akribisch neben Atatürks persönlichem Schachspiel auf.